Ausstellungen
Nikolai Bolik arbeitet seit mehr als einem halben Jahrzehnt als freiberuflicher bildender Künstler.
Seine Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Licht und Dunkelheit und thematisieren auf symbolische Weise die Ambivalenzen des Menschseins. In ihnen spiegeln sich Erfahrungen, Stimmungen und existenzielle Fragen – oft verdichtet zu vieldeutigen Bildwelten, die zwischen Innerlichkeit und Außenwelt vermitteln. Seine Werke wurden seitdem im Rahmen verschiedener Ausstellungen gezeigt.
Werdungen (68 Gallery - 2026)
Veranstaltungsort: 68Gallery, Holzstraße 11, 68159 Mannheim
Vernissage: Samstag, 31.01.2026 17:00–21:00 Uhr
Künstlergespräch: Sonntag, 15.02.2026 17:00–20:00 Uhr
Workshop: Samstag, 21.02.2026 14:00–20:00 Uhr (Anmeldung erforderlich)
Finissage: Samstag, 28.02.2026 18:00–21:00 Uhr
Reguläre Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag 17:00-21:00 Uhr
Sonderöffnungszeiten: Gegen Terminvereinbarung
Malerei hat immer wieder versucht, innere Zustände sichtbar zu machen.
„Werdungen“ erzählt Geschichten vom Menschsein. Die Ausstellung versammelt Arbeiten von Nikolai Bolik, die über einen Zeitraum von zwei Jahren entstanden sind und innere Prozesszustände in den Blick nehmen. Im Zentrum stehen Menschen in Momenten der Transformation – Situationen der Veränderung, Verdichtung und Neuorientierung. Die Gemälde sind Momentaufnahmen eines Werdens. Gemälde als Schnappschüsse des Zustands einer Seele.
Die Bilder von Nikolai Bolik entstehen aus der Beobachtung individueller Lebenswege. Sie zeigen keine abgeschlossenen Charaktere, sondern Menschen, die sich in Prozessen befinden. Als Versuch, den jeweiligen Persönlichkeiten gerecht zu werden, greifen die Arbeiten auf unterschiedliche Stile und Bildsprachen verschiedener Epochen zurück.
Wie wir alle auch, sind die dargestellten Figuren geprägt von zwischenmenschlichen Beziehungen, Entscheidungen und inneren Konflikten die sie von einem Daseinszustand in den nächsten führen. Identität erscheint dabei nicht als etwas Festes, sondern als etwas Werdendes. Zwischenstände, geprägt durch Vergangenheit und offen für Entwicklung. So zeigen die Arbeiten Schwellenmomente, in denen sich etwas kippt oder etwas Neues entsteht.
Die Vernissage findet in der 68Gallery, Holzstraße 11, 68159 Mannheim, statt. Im Anschluss an ein Grußwort des Künstlers gibt der Kunsthistoriker Dr. Marius Mrotzek eine Einführung in die Bilderwelten. Musikalisch begleitet wird der Abend von der Harfenistin Madeleine Schumacher, die mit ihrem Programm „Verborgene Gärten“ Klänge zwischen Celtic, Folk und Liedern aus vergangenen Zeiten entfaltet.
Ein Künstlergespräch sowie ein Workshop ergänzen die Ausstellung. Für den Workshop ist eine Anmeldung erforderlich.
Die Ausstellung ist dienstags und donnerstags geöffnet; Sonderöffnungszeiten sind nach Vereinbarung möglich.
Die Finissage wird musikalisch von ChrissnaH (Ferrytales Music) begleitet, der mit elektronischen Klängen einen Kontrapunkt setzt.
Art Handschuhsheim (Stadtteilverein Handschuhsheim - Tiefburg - 2025)
Ein weiteres Mal verwandelte sich der Innenhof der historischen Tiefburg in Handschuhsheim in einen lebendigen Ort künstlerischer Zusammenkunft. Bereits zum 34. Mal richtete der Stadtteilverein Handschuhsheim die „Handschuhsheimer Art“ aus – eine Veranstaltung, die sich längst als feste Größe im Heidelberger Kulturkalender etabliert hat.
Die Eröffnungsrede am Samstagvormittag übernahm Helmut Jung als Repräsentant des Stadtteilvereins. In seiner Ansprache betonte er die Bedeutung der Kunst für das Miteinander im Stadtteil und legte damit den Grundton für ein Wochenende voller Begegnungen, Inspiration und kreativen Austauschs.
Die Ausstellung selbst zeigte eine große Vielfalt: Von kunsthandwerklichen Arbeiten über naive Malerei und Grafik bis hin zu zeitgenössischer Malerei reichte die Bandbreite der gezeigten Werke. Ich selbst war mit einer Auswahl an Gemälden vertreten, die bereits in den Ausstellungen „Das Neue Wir – Togetherness“ (SAP) und „Wie geht das Neue Wir – So?!“ (BASF) präsentiert worden waren. Zusätzlich nutzte ich die Gelegenheit, vor Ort an einem neuen Werk zu arbeiten.
Besucher konnten so nicht nur Prozesse beobachten, sondern sich auch zu mir setzen und mit mir ins Gespräch kommen. Einige nutzten diese Einladung – wir tauschten Eindrücke aus und sprachen Geschichten, die von den Besuchern in den Bildern und somit auch in sich selbst gefunden wurden.
Für zusätzliche Atmosphäre sorgte das musikalische Rahmenprogramm, das an verschiedenen Punkten der Woche Akzente setzte: von lebhaften Jazzklängen bis zu charmanten Melodien im Stil der 1920er-Jahre, die durch die Tiefburg trugen und zusätzlich Atmosphäre beisteuerten.
Ein weiteres Highlight fand am Montagabend statt: Im Burgkeller der Schlaraffia Haidelberga wurde den Künstlern vor Publikum die Möglichkeit gegeben sich vorzustellen. Dieser intime Rahmen erlaubte es, mehr über die künstlerischen Wege, Hintergründe und persönlichen Geschichten zu erfahren. Den Abschluss bildete eine kunsthistorische Einordnung durch den „Ritter Ohnegleichen“, der als promovierter Kunsthistoriker mit viel Charme und Fachwissen den Bogen zwischen Bezügen aus der Geschichte der Kunst bis zu den aktuellen Arbeiten der Ausstellung spannte.
So klang die 34. Handschuhsheimer Art in einer Mischung aus Geschichten, Musik und gelebter Kunst aus – als ein Wochenende, das nicht nur Bilder zeigte, sondern tatsächliche Begegnungen schuf.
Das Neue Wir - Togetherness (SAP Bildungszentrum - 2024)
Vernissage: Donnerstag, 25. April 2024, 19:00 Uhr
Ausstellungsdauer: 26. April – 13. September 2024
Presse und virtueller Rundgang
Werkschau - Das Neue Wir (BASF Tor4 - 2024)
Ausstellung: „Wie geht das Neue Wir – So?!“
26. – 27. April 2024, BASF-Feierabendhaus
Forschungsbericht
Projektseite BASF
Die Ausstellung bildet den Abschluss des Kulturprogramms Tor4 der BASF. In Zeiten wirtschaftlicher Umbrüche und gesellschaftlicher Debatten wirft das Projekt die Frage nach einem neuen „Wir“ auf – und richtet sie gleichermaßen an Künstler wie das Unternehmen selbst – Eine Provokation.
Sechs Dreiergruppen wurden per Los zusammengestellt, darunter auch ich mit den Künstlern Bahaiden und Andreas Heinrich. Aus der zufälligen Konstellation entsteht echte Zusammenarbeit, während andere Teams an Konflikten scheitern. Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit – ohne gegenseitige Vereinnahmung.
Nach einem Jahr kreativer Arbeit präsentieren alle Gruppen ihre Ergebnisse im BASF-Feierabendhaus. Zwischen Marmorsäulen bildet das sehr vielschichtige Programm einen echten Kontrast. Ich zeigte ein Triptychon über das „Wir“bestehend aus den Bildern „Seelenficker„, „Nachtschwärmer“ und „Traumtänzer„. Bahaiden zeigte eine Lichtinstallation und Andreas Heinrich steuerte literarische Stücke bei. Beiträge von Lars Liebscher (BASF), Gisela Kerntke (KulturQuaer) und Dr. Benno Lehmann (Kunsthistoriker) ergänzen die Vorstellung.
Im anschließenden Künstlergespräch wird klar: Die Werke sind Resultate – doch die eigentliche Wirkung liegt im gemeinschaftlichen Prozess und den daraus entstandenen neuen Perspektiven. Dinge wurden in Bewegung gebracht die noch nicht physisch manifestiert sind.
Einige Monate später liefert die Universität Ludwigshafen, die das Projekt aufmerksam begleitet hatte, einen aufschlussreichen Forschungsbericht – und gewährt spannende Einblicke in die Dynamik der Gruppenprozesse.
KultTour (KulturQuer - 2024)
14. & 15. September 2024
Im Rahmen der KultTour präsentierten zahlreiche Kulturschaffende ihre Arbeiten über den Kunstverein KulturQuaer gefördert durch die Stadt Mannheim an verschiedenen Stationen in der Neckarstadt-Ost. Besucher konnten auf einem Spaziergang durch Ateliers und Ausstellungsräume vielfältige künstlerische Positionen entdecken.
Besonders eindrücklich blieb mir die Eröffnungsveranstaltung in Erinnerung – vor allem der Auftritt einer Orgelspielerin, deren expressives Spiel zu den kraftvollsten und bewegendsten Momenten zählte, die ich je für dieses Instrument erlebt habe.
Licht im Dunklen (Post36 - 2024)
Ausstellung: „Licht im Dunkeln“
Eröffnung am 12. Juli 2024 um 18:00 Uhr
Ort: Poststraße 36, Heidelberg
Presse
Ich stelle gemeinsam mit zwei Freunden und Kollegen aus: Bahaiden, ein echter Freigeist, dessen Werke für mich wirken, als würde er sich im geistigen Äther auflösen – nur um von dort aus Fenster zu seiner Seele zu öffnen. Und Frank, dessen Fotografien Menschen so zeigen, wie sie wirklich sind: unverstellt, ehrlich, direkt.
Bei meinen eigenen Bildern gibt es Momente, in denen ich vom Maler zum Betrachter werde. Dann scheinen sie mir jene unsichtbaren Zwischenräume sichtbar zu machen, die unsere Welt durchziehen. Gemeinsam eröffnen wir – jeder auf seine Weise – einen Blick auf verborgene Realitäten jenseits der Oberfläche.
Uns war es ein Anliegen, unsere gegenseitige Wertschätzung durch diese gemeinsame Ausstellung sichtbar zu machen.
Text: Nikolai Bolik (2024)
Spiegelungen aus der Dunkelheit (Kurfürstenanlage 58 - 2024)
Spiegelungen aus der Dunkelheit
Kurfürstenanlage 58, Heidelberg
Vernissage: Samstag, 6. April 2024, 15:00 Uhr
Ausstellungsdauer: 6. – 20. April 2024































